Top 5: Ausbildungsberufe mit viel zu wenig Bewerbern und guten Chancen

Die Corona-Pandemie hat dazu geführt, dass noch mehr Lehrstellen unbesetzt geblieben sind, als in den Jahren zuvor. Das ist bekannt. Weit weniger bekannt ist, dass ein extremes Ungleichgewicht zwischen Ausbildungsberufen herrscht, auf die sich viel zu viele Azubis bewerben und solchen, für die es kaum Bewerber gibt. In diesem Beitrag stellen wir Berufe vor, für die es einen starken Bewerbermangel gibt. Denn gerade diese Berufe können für euch besonders interessant sein, gibt es doch nach Ausbildungsende sehr gute Chancen auf einen gut bezahlten Arbeitsplatz. Es lohnt sich in jedem Fall, darüber nachzudenken.

Koch/Köchin

Den staatlich anerkannten Abschluss als Koch/Köchin bekommst du nach einer dreijährigen schulischen oder dualen Ausbildung. Mehr als 20 Prozent der Lehrstellen blieben in diesem Beruf im vergangenen Jahr unbesetzt, was sicher auch an den wenig beliebten Arbeitszeiten liegt – teils auch an Wochenenden und an Feiertagen.

Aufgaben:

Nach dem Erstellen eines Speiseplans kaufen sie die Zutaten ein und bereiten die Gerichte zu. Sie organisieren zudem die Arbeitsabläufe in der Küche und sorgen dafür, dass die Speisen rechtzeitig und in der passenden Reihenfolge fertig werden. In kleineren Küchen kochen, braten, backen und garnieren Köche und Köchinnen alle Gerichte selbst. In Großküchen sind sie meist auf bestimmte Speisen spezialisiert, etwa auf Beilagen, Salate oder Fisch- und Fleischgerichte. Auch die Preiskalkulation gehört zu den Aufgaben.

Schulfächer:

  • Mathematik (Mengenverhältnissen in Rezepturen) 
  • Deutsch (Empfang und der Betreuung von Gästen) 
  • Chemie (Kenntnisse der Lebensmittelchemie und hygiene beim Umgang mit Speisen) 
  • Hauswirtschaftslehre (Erstellung von Speiseplänen, Zubereitung von Gerichten) 

Ausbildungsvergütung (monatlich) – variiert nach Bundesland: 

1. Ausbildungsjahr: 625 bis 815 Euro

2. Ausbildungsjahr: 675 bis 950 Euro

3. Ausbildungsjahr: 775 bis 1.065 Euro

Weitere Infos:

Altenpfleger/-in

Altenpfleger werden in Industriestaaten wie Deutschland immer wichtiger, da die Menschen immer älter werden. Immer mehr Personen sind deshalb im Alter auf Hilfe angewiesen und der Bedarf steigt weiter. Der Mangel an ausgebildeten Pflegekräften ist schon heute groß.

Schulfächer:

  • Ethik (Anwenden ethischer Grundsätze in der Pflege) 
  • Biologie (biologische Vorgänge beim Altern, bei Krankheiten und in der Heilung) 
  • Chemie (Wirkungsweise von Medikamenten) 
  • Deutsch (Anfertigen von Pflegeprotokollen) 
  • Mathematik (Abrechnung von Kosten für Pflegeleistungen) 

Ausbildungsvergütung (monatlich) für tariflich gebundene Einrichtungen:

1. Ausbildungsjahr: 1.166 Euro

2. Ausbildungsjahr: 1.227 Euro

3. Ausbildungsjahr: 1.328 Euro

Weitere Infos:

Restaurantfachmann/-fachfrau

Mehr als 35 Prozent der Lehrstellen blieben im vergangenen Jahr in diesem Bereich unbesetzt. Erschwerend kommt hinzu, dass fast jede zweite Ausbildung vorzeitig abgebrochen wird. Gründe dafür sind oft die unliebsamen Arbeitszeiten sowie die hohe Belastung im beruflichen Alltag. Wer aber damit zu Recht kommt, der hat in diesem Beruf gute Chancen, auch voranzukommen.

Aufgaben: 

Restaurantfachleute dekorieren Tische, begrüßen Gäste, empfehlen Speisen und Getränke oder nehmen Bestellungen auf. Außerdem servieren sie, stellen Rechnungen und kassieren ab. Oft helfen Sie auch bei der Zusammenstellung der Speisekarten. In Hotels sind sie zudem im Etagenservice tätig. 

Schulfächer: 

  • Mathematik (Erstellen von Rechnungen und Kassieren) 
  • Deutsch (Korrespondenz und Gästekontakt) 
  • Englisch (Kontakt mit ausländischen Gästen) 

Ausbildungsvergütung (monatlich) – abhängig vom Bundesland: 

1. Ausbildungsjahr: 625 bis 815 Euro

2. Ausbildungsjahr: 675 bis 950 Euro

3. Ausbildungsjahr: 775 bis 1.065 Euro

Weitere Infos:

Klempner/-in

Als Azubi zum Klempner lernst du etwa Bauteile zu bearbeiten, Bleche zu löten oder zu schweißen oder aber Wärme- und Schalldämmungen anzubringen. Aber auch Solarkollektoren, Schneefang- oder Vogelabwehrsysteme sowie Blitzableiter gehören zum Aufgabengebiet eines Klempners. Besonders kleinere Klempnerbetriebe tun sich in den letzten Jahren immer schwerer, geeignete Lehrlinge zu finden.

Schulfächer:

  • Werken/Technik (Bedienen von Werkzeugmaschinen) 
  • Mathematik (Berechnen des Materialbedarfs) 
  • Physik (Einschätzen der Belastbarkeit von Blechbauteilen) 

Ausbildungsvergütung (monatlich) – abhängig vom Bundesland: 

1. Ausbildungsjahr: 550 bis 800 Euro

2. Ausbildungsjahr: 625 bis 850 Euro

3. Ausbildungsjahr: 700 bis 950 Euro

4. Ausbildungsjahr: 745 bis 1.050 Euro

Weitere Infos:

Bäcker/-in

Mehr als 27 Prozent der Lehrstellen konnten in diesem Beruf in den letzten Jahren nicht besetzt werden. Besonders kleineren Bäckereien, die seit Generationen im Familienbesitz sind, macht der Nachwuchsmangel schwer zu schaffen. Zusätzlich setzen große Ketten den kleinen Betrieben seit Jahren zu.  Der Beruf des Bäckers kann aber sehr viel Spaß machen, wenn du mit frühem Aufstehen kein Problem hast. 

Schulfächer: 

  • Mathematik (Abwiegen von Zutaten, Umrechnen von Gewichtsangaben und Mischungsverhältnissen) 
  • Deutsch (Kundenberatung und Verkauf)
  • Chemie (Überwachen der Gärung von Sauerteig durch Milchsäurebakterien und Hefen) 

Ausbildungsvergütung (monatlich) – abhängig vom Bundesland: 

1. Ausbildungsjahr: 645 bis 860 Euro 

2. Ausbildungsjahr: 720 bis 1.023 Euro

3. Ausbildungsjahr: 850 bis 1.192 Euro

Weitere Infos:

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